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Magendrehung bei Hunden
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Diese Mail erhielt ich heute von Herrn Floth. Ich möchte diese gerne hier öffentlich machen, da ich noch nie von so einer Krankheit gehört habe
Liebe Hundefreunde,
Nr. 3 / Jan+Feb 2009
dieses Mal ist der Newsletter aus aktuellem Anlass etwas spät und sehr persönlich geworden. Wir bitten um Verständnis.
Inhalt:
Magendrehung um 2.30 Uhr Was eine Magendrehung ist Buchbesprechung und Hintergrund “Turid Rugaas: Calming Signals”
Magendrehung um 2.30 Uhr
Es ist der Alptraum der Hundehalter: eine Magendrehung. Für mich wurde er am 06. Januar 2009 Realität. Mein Rüde Robbie schläft mit im Bett. Wahrscheinlich hat ihm dies das Leben gerettet. Ich konnte in dieser Nacht nicht schlafen, nickte ab und zu ein, und wachte unruhig wieder auf. Ein Glück! So merkte ich sofort, dass Robbie plötzlich aufstand und versuchte, sich zu erbrechen. Mehrmals würgte er, aber es kam nichts, nur Speichel. Er wurde panisch, seine Augen riesig und rot. Er verlor Kot und begann zu wimmern.
Sein Bauch war extrem gebläht und steinhart. Da war mir klar: Es ist eine Magendrehung. Um sicher zu gehen, bot ich ihm Sahne zu trinken an, was er verweigerte. Ich zog mich schnell an, er torkelte durchs Schlafzimmer. Die Treppe runter, er wollte erst gar nicht laufen, aber ich kann ihn nicht tragen, er hat 32 Kilogramm. Ins Auto und ab in die Tierklinik. Von unterwegs rief ich dort an, damit sie den OP bereit machten. Eine halbe Autostunde ist die Klinik von Zuhause entfernt - und eine halbe Stunde hat man durchschnittlich Zeit, bis der Hund stirbt. Ich raste und sprach mit Robbie, der im Kofferraum Geräusche von sich gab, die ich von ihm noch nie gehört hatte. Im Rückspiegel sah ich, wie er zusammenbrach. Es war die längste Fahrt, und die kürzeste, weil ich dachte, dies seien seine letzten Minuten.
Wir kamen an, die diensthabende Ärztin warf nur einen Blick auf ihn und jagte ihm eine Injektions-Nadel in den Bauch. Ich hatte keine daheim gehabt, und mich nicht getraut, etwas anderes zu verwenden. Gas entwich, und sein Bauch nahm wieder normalere Maße an. Sein Kreislauf war sehr schwach. Er wurde geröntgt, die Aufnahme zeigte einen verdrehten Magen.
Zweieinhalb Stunden lang wurde er notoperiert - und überlebte.
Ein großes Glück, denn durchschnittlich stirbt jeder zweite Hund bei dieser Diagnose auf dem OP-Tisch. Von den Überlebenden stirbt jeder Vierte in der Woche danach.
Nach drei Tagen in der Klinik durfte Robbie nach Hause. Er war intravenös ernährt worden, und hatte am letzten Tag das erste Mal ein wenig Brei essen dürfen. Selig nahm ich ihn mit heim. Und ängstlich. Er war so schwach!
Robbie hat viele Talente. Eine robuste Gesundheit gehört nicht dazu. Allein 2008 hatte er etwa 6 Vollnarkosen. Er hatte Krebs und wurde an zwei Zähnen wurzelbehandelt. Aus all diesen Narkosen erwachte Robbie trotzdem sehr schnell. Auch aus dieser so gefürchteten Narkose bei einer Magendrehung. Der Kreislauf ist von der Aufgasung so geschwächt, dass manche Hunde nicht mehr aufwachen.
Also war Robbie wieder daheim - und gaste am Folgetag prompt wieder auf. Er konnte nichts bei sich behalten, erbrach sogar nur auf Wasser. Zurück an den Tropf. Und nach zwei schrecklichen Tagen das erste Futter. Er behielt es drin. Seitdem geht es ganz langsam, aber stetig bergauf. Nun bekommt er auch Schmerzmittel, was vorher aufgrund des schwachen Kreislaufen und des aufgeschnittenen Magens nicht möglich gewesen war. Ich bin so froh für ihn. Er hatte einfach dagestanden, völlig übermüdet, tiefrote Augen, und konnte sich vor Schmerzen nicht hinlegen. Es war ihm ständig zu kalt, nur auf der Heizdecke kam er zur Ruhe.
Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich zuversichtlich. Die täglichen Spritzen lässt er sich von mir mit einer wunderbaren Geduld geben. Nun schnarcht er neben mir auf dem Bett, sein Atem gleichmäßig. Er ist sehr dünn, gast aber nicht mehr auf. Ich glaube, er überlebt.
Mein Dank gilt der Tierklinik Maier, Lutter, Wieland in Heilbronn, deren Notdienst immer zu erreichen ist. Meinen Mitarbeitern, die jene nicht verschiebbaren Trainings übernommen haben. Allen Personen, die davon wussten, für ihren Zuspruch und das Mutmachen. Meinen Hunden, die sich so zurücknahmen, und Robbie in Ruhe ließen. Und Robbie: starker, geliebter Robbie.
Sonja Hoegen, 21. Januar 2009
Nachtrag am 04. Februar 2009: Zu früh gefreut. Robbie hatte eine erneute Magendrehung. Um 16.15 Uhr war ich kurz daheim, er war völlig okay. Um 17.30 Uhr kam ich von einem Training zurück, und er war riesig aufgegast. Ich versuchte zu entgasen, ohne Erfolg. Wieder in die Tierklinik. Die Fahrt war noch schlimmer als beim ersten Mal. Er versuchte, sich unter einem Sitz zu verstecken. Röcheln, dann Stille. Ich dachte, er ist tot.
War er nicht. In der Tierklinik wollte der Notdienst entgasen, auch ohne Erfolg. Ich ging auf die Barrikaden, der Chefarzt kam, entgaste endlich. Bis dahin lag Robbie auf dem Rücken, der Bauch so gespannt wie bei einer Hochschwangeren. Die Augen weggedreht, die Schleimhäute weiß. Wieder operieren? Wollte ich im das erneut antun?
Der Chefarzt schlug vor, ihn aufzumachen, um die Ursache zu finden. Wären die Zeichen ungünstig, würde er ihn nicht mehr aufwachen lassen. Okay. Also Vollnarkose. Ich nahm Abschied. Banges Warten vor dem OP. Dann die gute Nachricht: Es lief gut. Er hat ein sehr starkes Herz.
Der Magen hatte sich nicht vollständig gedreht, aber mit dem Netz verklebt und verschlungen, was etwa auf das Gleiche hinausläuft. Davor kann auch die Naht, mit welcher der Magen bei der ersten OP an der Bauchseitenwand befestigt wurde, nicht schützen.
Nach drei stationären Tagen ist Robbie nun den ersten Tag wieder daheim. Er ist schwach, aber willig. Drücken Sie alle die Daumen und Pfoten, dass der Albtraum ein Ende hat.
Was eine Magendrehung istEs gibt zwei Arten von Magendrehungen: die mechanische und die saure. Bekannter ist die mechanische, aber auch viel seltener. Nach dem Fressen liegt die Nahung schwer im Magen, deshalb sollte der Hund etwa zwei Stunden hinterher ruhen. Sonst kann sich der Magen drehen. Allerdings reichte bei manchen Hunden der Sprung von der Couch, und es war geschehen.
Wesentlich häufiger ist die saure Magendrehung. Sie geschieht meistens aufgrund von unverdaulicher / schwerer / gärender / quellender Nahrung. Gase steigen auf, der Magen dreht sich.
Bei der Magendrehung dreht sich der Magen um die eigene Achse. Ein- und Ausgang sind abgewürgt, der Magen gast auf, wird immer größer, von außen knallhart und hohl wie eine Trommel. Er drückt auf die anderen Organe, Gifte entstehen, Gewebe stirbt ab. Der Kreislauf kollabiert. Nach etwa einer halben Stunde sind die Schäden meistens tödlich. Manche Hunde halten einige Stunden durch. Der Tod ist sehr schmerzhaft.
Welche Hunde sind gefährdet:
- Rassen mit großem Brustkorb, wo der Magen viel Platz hat, sich zu drehen (Greyhound, Dackel, Dobermann, alle Molosser, …)
- Gestresste Hunde: unruhiger Magen
- Alte Hunde mit schwachem Bindegewebe
- Rassen mit schwachem Bindegewebe (Shar Pei, Deutsche Dogge, Neapolitano, …)
- Schnellfressende Hunde
- Trockengefütterte Hunde: Nahrung liegt schwer und lange im Magen, quellt auf, gärt
- Hunde, die nur 1x pro Tag gefüttert werden, oder die einen Futtersack leeren: zu große, unverdauliche Menge im Magen
- Hunde, deren Verwandte eine Magendrehung hatten: Sie ist vererbbar
Natürlich gibt es noch viele weitere Ursachen. Nach wie vor jedoch gilt die Magendrehung als Rätsel. Die meisten Fakten wurden seit 1994 bei einer Langzeitstudie der Universität Purdue, USA, gesammelt.
Magendrehung ist in den USA die zweithäufigste Todesursache nach Krebs. In den Jahren 1964 - 1994 wurde ein Zunahme um 1500 Prozent (kein Schreibfehler!) registriert, die Gründe hierfür sind noch unbekannt. Ausgegangen wird jedoch von Umweltursachen wie zum Beispiel veränderte Fertigfutterherstellung, veränderte Herstellung und/oder Verwendung von Impfstoffen etc. Zucht und Beliebtheit bestimmter Rassen lassen diese extreme Zunahme nicht erklären.
Ausführliche Informationen unter:
http://www.gooddog.de/html/body_magendrehung.html
http://www.bauernfreund.com/Info%20Board/Magendrehung.pdf
Das Schlimmste an der Magendrehung ist, dass man alle Vorsichtsmaßnahmen der Welt treffen kann, und trotzdem passiert es. Magendrehungen gab es auch schon bei entspannten, jungen Zwergpudels, die nach der drei mal täglichen BARF-Fütterung aus einem niedrigen Futternapf zwei Stunden geruht haben.
Um das Risiko jedoch möglichst gering zu halten, empfehlen sich folgende Maßnahmen:
- Verzicht auf ausschließliche Trockenfütterung
- Mehrmals täglich in kleinen Portionen füttern
- Ruhe nach der Nahrungsaufnahme
- Kalzium nicht in einzelnen riesigen Mengen füttern
- Verzicht auf Hochnäpfe
Etwa die Hälfte aller Magendrehungen geschehen nachts! Haben Sie den Verdacht auf eine Magendrehung, packen Sie den Hund ins Auto und rasen los. Jede Minute zählt! Rufen Sie Ihre Tierklinik von unterwegs an, damit sie den OP bereit machen. Jeder anständige Tierarzt hat kein Problem damit, nachts aufzustehen, auch wenn es dann doch “nur” eine Magenverstimmung war. Das ist schließlich ihr Job. Wenn der Hund schon stark aufgegast ist, und Sie Zweifel haben, das er es noch in die Klinik schafft, entgasen Sie ihn selbst (Injektionsnadel in den Bauch). Dabei besteht zwar das geringe Risiko, die Milz zu treffen. Allerdings ist das nicht so schlimm, wie ein Hund, der es nicht mehr auf den OP-Tisch schafft.
Achtung: Manche Hunde gasen plötzlich auf, entgasen aber nach einer Weile wieder von selbst. Gehen Sie trotzdem zum Tierarzt. Dieser Vorfall kann auf ein Magenproblem hindeuten, und in einer Magendrehung münden.
Und nochmal Achtung: Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen von Sonja Hoegen verfasst. Er erhebt keine Ansprüche auf Vollständigkeit, noch ersetzt er eine tierärztliche Beratung. Er stellt auch keine tierärztliche Meinung dar.
Buchbesprechung “Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde” von Turid Rugaas
Dieses Buch hat Verlage groß gemacht, und ist seit Jahren auf den Bestsellerlisten. Zu seiner Entstehung hat mir Turid folgende Geschichte erzählt: Sie war damals selbst in einer Hundetrainerausbildung, und der Dozent sprach über die Cut Off-Signale der Wölfe. Er sagte, Hunde hätten diese Signale nicht. Turid widersprach, und beschloss, dies mit einem Mitstudenten zu untersuchen. Sie fuhren zu hunderten Hundeplätzen in ganz Norwegen, und filmten. Dann setzen sie sich zusammen, und sichteten ihr Material. Und nach einer Weile schauten sie sich an, und Ståle Ødegård sagte: “Ich glaube, wir haben einen Code entdeckt.”
Aus privaten Gründen zog sich Ståle danach aus dem Projekt zurück; Turid jedoch versuchte, ihre Ergebnisse publik zu machen. Ohne Erfolg. Kein Verlag, kein Hundetrainer schenkte ihr Beachtung. 1992 fand in Kanada eine große “Tier”-Konferenz statt. Turid musste sich das Geld für die Reise leihen, sie war völlig abgebrannt. Aber sie war überzeugt von der Wichtigkeit der “Calming Signals”. Also flog sie hin. Als ein Referent über die Körpersprache der Hunde dozierte, stand Turid plötzlich auf, und sagte (in etwa): “Was Sie da sagen, stimmt nicht. Ich habe bestimmte Signale entdeckt, und kann es beweisen.” Aufruhr! Auch hier wollte keiner dieser frechen Europäerin Gehör schenken. Nur eine hatte Interesse: Terry Ryan, Pionierin des amerikanischen Hundetrainings.
Von da an entwickelte sich die Sache wie ein Feuerwerk. Terry führte Turid in die hiesige Szene ein und verschaffte ihr ein Forum. Ihr Buch “On Talking Terms With Dogs: Calming Signals” wurde ein Hit. In Norwegen machte das Buch einen kleinen Verlag groß, und Turid reiste um die Welt.
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Wenn ich meinem Hund Wildfleisch zum Fressen gebe…
muss ich Bedenken haben ob ich meinem Hund Wildfleischknochen (gebraten oder gekocht je nachdem) zum Fressen gebe ?
Hintergrund: Bei uns in der Nähe gibt es ein vorzügliches Wildrestaurant. Ab und zu bleibt ein Knochen über und ich gebe unseren “Kampfdackel” Luna gerne diesen Knochen…
Nun hab ich aber an anderer Stelle gehört, dass Bedenken bestehen bei Verfüttern von Wild Speise
Wer kennt sich da aus ? Sollte ich vllt mal meine Tierärztin anschreiben ?
Laut wer-weiss-was.de ist das alles Humbug und ich kann bedenkenlos Wild verfüttern….
Selbstgemachtes Hundefutter aus unserer Gegend
Dass es sogar eine Hundebäckerei am Riegsee gibt wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Unsere Luna liebt die Kekse und deshalb möchte ich gerne die Hundebäckerei vorsstellen.
| Christels Hundebäckerei
Dorfstr. 39 82418 Aidling 08847 69 84 336 Fax 865 info@christels-hundebaeckerei.de hier der Link fürs Internet : www.christels-hundebaeckerei.de |
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Hundekot als Verursacher von Kühesterben ?
Wie sehn sie das ?
Ich werde als Campingplatzbetreiber oft mit erbosten Landwirten konfrontiert die mir vorhalten, Hundehalter unseres Campingplatzes seien verantwortlich für das Erkranken der Kühe.
Ich persönlich (ebenfalls Hundehalter) bin natürlich ebenfalls der Meinung, dass Hundekot nicht auf Futterweiden und auf Wanderwege gehört und nach Möglichkeit fachgerecht entsorgt gehört, um Komplikationen zu vermeiden.
Ein Campinggast stellte mir diese Information zur Verfügung:
Download als .PDF Datei hier klicken - das Ganze hier zum Sofort Lesen
Hundekot und Rinderabort:
Indizien entlasten den „Stadthund“
Für Rinderaborte durch den Erreger Neospora caninum ist der „normale
Stadt- und Familienhund“ in der Regel nicht verantwortlich zu machen.
Hundekot auf landwirtschaftlichen Flächen ist zwar generell
unhygienisch und deshalb zu vermeiden. Allerdings ist der Kot des
eigenen Hofhundes als Infektionsquelle für Rinder erheblich riskanter,
als die Hinterlassenschaften eines spazieren geführten Stadthundes.
Darauf weisen die Bundestierärztekammer und das Friedrich-Loeffler-
Institut auf der Grundlage neuer Forschungsergebnisse hin.
Im vergangenen Sommer war es besonders in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz zu teilweise drastischen Konflikten zwischen
Landwirten und Hundehaltern gekommen bis hin zur Drohung,
freilaufende Hunde zu vergiften. Ursache waren Kampagnen der
Landesbauernverbände gegen Hundekot auf Weiden und Futterflächen
und dabei vor allem die plakativ illustrierte pauschale Behauptung, dass
mit Hundekot verunreinigtes Futter Krankheit und Aborte bei Kühen
auslöse.
Tatsächlich scheiden Hunde, die mit dem Einzeller Neospora caninum
infiziert sind, ansteckende Stadien des Erregers mit dem Kot aus. Mit
Hundekot verunreinigtes Futter ist deshalb eine mögliche
Infektionsquelle für Rinder, bei denen Neospora Aborte verursachen
kann.
Aktuelle Studien haben allerdings eine Reihe von Indizien ergeben,
die den „normalen Stadt- und Familienhund“ entlasten:
• Die Ausscheidung des Erregers lässt sich nur selten bei Hunden
nachweisen. In 11586 Kotproben, die von März 2001 bis Februar
2004 in zwei veterinärmedizinischen Labors untersucht wurden,
konnten nur fünfmal die infektiösen Stadien von Neospora gefunden
werden.
• Epidemiologische Untersuchungen von Rinderherden in Rheinland-
Pfalz ergaben als wichtigsten Risikofaktor für Neospora bedingte
Aborte die Haltung von Hunden in dem betroffenen Betrieb selbst.
Mit Abstand und weniger sicher statistisch zu belegen folgten – in
dieser Reihenfolge: mittlere regionale Temperatur im Juli,
allgemeine Hundedichte in der Region und Größe der Rinderherde.
FRIEDRICH-LOEFFLER-INSTITUT
F L I
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Federal Research Institute for Animal Health
• Hinsichtlich des „Risikofaktors Hund“ entspricht dies den
möglichen Übertragungswegen: Vor allem Hofhunde können
erregerhaltiges Material aufnehmen wie abortierte Kälber und
Nachgeburten und sich zunächst selbst infizieren. In der Folge
scheiden sie mit dem Kot einige Tage lang ansteckende Stadien von
Neospora aus und werden so wiederum zur Infektionsquelle für
Rinder. „Stadthunde“ dürften dagegen seltener Zugang zu
erregerhaltigem Material haben. Hunde, die ausschließlich mit
kommerziellem Fertigfutter ernährt werden, stellen kaum ein Risiko
dar. Je weniger sie sich selbst infizieren können, umso weniger
kommen sie auch als Infektionsquelle für Rinder in Frage.
• Generell ist die vertikale Übertragung von der Kuh auf das
ungeborene Kalb zahlenmäßig und wirtschaftlich als wesentlich
bedeutender anzunehmen, als eine Infektion durch die Aufnahme
von infektiösen Stadien aus Hundekot.
Hinweise für Landwirte
• Abortmaterial und Nachgeburten müssen sofort und für Hunde
unzugänglich entsorgt werden. Hunde sollten nicht mit rohem
Fleisch gefüttert werden.
• Futter und Tränkwasser müssen vor Verunreinigungen durch
Hundekot geschützt sein, dies gilt auch für Futtertische.
• Ist die Herde bisher nicht infiziert (serologisch negativ) ist zu
empfehlen, nur untersuchte seronegative Tiere hinzuzukaufen.
• Wenn erst wenige Tiere infiziert (serologisch positiv) aber bereits
Neospora assoziierte Aborte aufgetreten sind, ist zu empfehlen, die
seropositiven Tiere von der Zucht auszuschließen.
Hinweise für Hundehalter
Auch wenn die pauschale Beschuldigung des „Stadthundes“ nicht
zutreffend ist, sollten Hunde keinesfalls „ihr Geschäft“ auf
landwirtschaftlichen Flächen machen. Zumindest muss der Halter den
Kot entsorgen!
• Aus hygienischen und ästhetischen Gründen gehört Hundekot nicht
in Lebensmittel und ebenso wenig in Futter für Lebensmittel
liefernde Tiere. Anbauflächen von Obst und Gemüse sowie Weiden
und für Heu oder Grünfutter genutzte Wiesen sollten also von
Hundekot frei gehalten werden.
• Es gibt landesrechtliche Bestimmungen, die das Betreten und
Verunreinigen von landwirtschaftlich genutzten Flächen
ausdrücklich verbieten.
Weitere Informationen über Neospora caninum und die zitierten
Studien im Internet:
www.fli.bund.de/Neospora_caninum.179+M5e34df5a01a.0.html
Verantwortlich/Ansprechpartner:
Bundestierärztekammer e.V., Oxfordstr. 10, 53111 Bonn, Tel. (02 28) 7 25 46-
0/-70, Fax 7 25 46 66, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Margund Mrozek
Friedrich-Loeffler-Institut, Seestr. 55, 16868 Wusterhausen; Ansprechpartner
für Fragen zu Neospora caninum: Dr. Gereon Schares, Tel. (03 39 79) 80-0/-
193, Fax 80-2 22
Download der Pressemitteilung: www.bundestieraerztekammer.de (Rubrik:
BTK >>> Pressestelle)
Wir stellen an unserem Campingplatz den Hundehaltern an mehreren Stellen Hundekotbeutel mit entsprechender Entsorgungsmöglichkeit zur Verfügung.
Hund registrieren lassen
Wer kennt das nicht…. Plötzlich ist er weg. Der Hund !!
Wir haben unseren Hund “Luna” bei Tasso registrieren lassen
Tasso, Europas größtes Haustierzentralregister, speichert Daten von Haustiern.
Die Aufnahme ist kostenlos und ein wirkungsvoller Schutz bei Verlust:
Etwa 75% der gekennzeichneten Fundtiere werden zurückvermittelt, die Erfolgsquote bei nicht gekennzeichneten Tieren liegt bei einem Prozent.
Kontakt:
TASSO e.V.
Abt. Haustierzentralregister
Frankfurter Str. 20
65795 Hattersheim
Tel. +49 (0) 6190.93 73 00
Fax +49 (0) 6190.93 74 00
E-Mail info@tasso.net
www.tasso.net
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